Laminat verlegen: Eine Anleitung erklärt in einzelnen Schritten

Laminat verlegen – Heutzutage findet man fast in jeder Wohnung oder in jedem Haus Räume, die über einen Laminatboden verfügen. Egal ob modern oder rustikal, ein Laminatboden passt zu jedem Einrichtungsstil. Das Klick-Laminat wird in unterschiedlichen Qualitätsstufen und mit verschiedenen Dekoren im Handel angeboten. Wenn das Laminat gewissenhaft und mit dem richtigen Material verlegt wird, dann kann es sogar eine Trittschalldämpfung bewirken. Laminat wird für gewöhnlich schwimmend verlegt, d. h. es wird nicht am Boden des Raumes verklebt oder auf sonstige Weise fixiert. Daher eignet sich dieser Bodenbelag auch besonders gut für die Verlegung in Mietwohnungen. Das Klick-Laminat lässt sich relativ schnell und einfach mit wenigen Werkzeugen verlegen.

Bei der Verlegung sollte man nichtsdestotrotz einige wichtige Schritte beachten, damit das Endergebnis auch gut aussieht. Diese Schritte werden im folgenden Text nach und nach erläutert, damit auch schwierige Stellen kein Problem beim Verlegen darstellen. Zunächst sollte der betreffende Raum vorbereitet werden.

Welches Werkzeug und Zubehör werden zum Laminat verlegen benötigt?

Beim Kauf des Laminats sollte eine Menge entsprechend der Quadratmeterzahl des Raumes plus 10% Verschnitt kalkuliert werden. Zur Vorbereitung des Untergrundes benötigt man, wie bereits erwähnt eine Dampfspeerfolie und eine Trittschalldämmung.

Werkzeuge zum Laminat verlegen:

  • Zollstock
  • Bleistift
  • Abstandskeile
  • Schlagholz
  • Hammer
  • Zieh- oder Zugeisen
  • Stichsäge
  • Tauchsäge (für Türzargen)
  • Gehrungssäge (für die Sockelleisten)
  • Laminatschneider
  • Forstnerbohrer
  • Winkelschmiege
  • Benötigte Materialien

Laminat Zubehör:

Weiteres Zubehör, das zum Verlegen des Klick-Laminates benötigt wird, ist das folgende:

  • Sockelleisten
  • Außen- und Innenecken
  • Übergangsschienen für die Türen
  • Rosetten, zur Verkleidung der Heizungsrohre

Anleitung Laminat verlegen

Vorbereitung des Untergrunds zum Laminat verlegen

Wichtig ist, dass der Untergrund, auf dem das Laminat verlegt werden soll, trocken und eben ist. Bestehen Unebenheiten, so sollten diese im Vorfeld mit einer Fließspachtel ausgeglichen werden. Hierbei muss die Trocknungszeit unbedingt beachtet werden. Über den Untergrund sollte im Anschluss eine Dampfsperre verlegt werden, die verhindert, dass später aufsteigende Feuchtigkeit das Laminat beschädigt. Dieses Material gibt es im Handel als Folien oder als Rollenware. Das Verlegen wird in mehreren Bahnen vorgenommen, wobei diese überlappend gelegt werden sollten und dann mit einem Klebeband abgedichtet werden. Wichtig ist, dass die Folie an den Wänden ca. 10 cm aufragt. Zusätzlich sollte man unter den Laminatboden eine Trittschalldämmung legen, damit die Laufgeräusche auf dem Laminat verringert werden. Diese kann in Form eine PE-Schaumfolie oder aus einer Kork- oder Filzschicht bestehen.

Wie verlege ich Laminat?

1. Schritt: Laminat auspacken

Es ist wichtig, dass das Laminat bereits vor dem Verlegen, d. h. mindestens zwei Tage davor, im entsprechenden Raum verpackt gelagert wird, damit es sich bereits an das Raumklima anpassen kann. Die Raumtemperatur sollte ca. 18 Grad Celsius betragen.

2. Schritt: Das Verlegen beginnt

Nachdem die Dampfsperre* und die Trittschalldämmung bereits im Vorfeld verlegt wurden, kann man nun mit dem Verlegen der Laminatpaneele beginnen. Die Verlegerichtung sollte sich nach dem Lichteinfall im Raum richten, d. h. die langen Seiten des Laminates werden in der gleichen Richtung ausgelegt, wie das Licht in den Raum fällt. Starten sollte man unbedingt in der linken Ecke hinten im Raum. Bei der ersten Reihe muss, je nach Fabrikat, eine Seite der Paneele mit einer Stichsäge von der Nut oder der Feder befreit werden, und zwar die Seite, die an der Wand liegen wird. An den Seiten klickt man die Paneele nun aneinander. Eine Anleitung ist hierzu bei den meisten Laminaten mit enthalten. Ansonsten erkundigen Sie sich bei Ihrem Fachverkäufer, er wird Ihnen dazu Auskunft geben können.

Zwischen Wand und Laminat wird eine Abstandsfuge mit Hilfe von kleinen Keilen geschaffen, wobei die Fuge eine Breite von 10 bis 15 Millimetern haben sollte.

Vorzugsweise mit einem Laminatschneider, wie den Wolfcraft LC 600 oder VLC 800, wird das letzte Paneel in der Reihe zugeschnitten. Eine Länge von mindestens 50 Zentimetern sollte hier eingehalten werden. Die nächste Laminatreihe wird nun mit dem Versatzstück der vorhergehenden Reihe gestartet, wobei dieses mindestens 40 Zentimeter lang sein sollte.

3. Schritt: Warum ist die Abstandsfuge so wichtig?

Holz ist bekannt dafür, dass es „arbeitet“, d. h. es verändert bei wechselnden Temperaturen seine Ausdehnung. Daher ist es enorm wichtig, dass man beim Laminat verlegen eine Abstandsfuge von 10 bis 15 Millimeter zu den Wänden und den Türzargen einhält.

Ohne Dehnungsfuge wird es im Sommer ein böses Erwachen für Sie geben. Das Laminat wird sich durch die hohen Temperaturen im Sommer so weit ausdehnen, dass es hochkommt, wenn es kein Platz hat, sich nach außen auszudehnen. Sie werden das Gefühl haben über Wackelpudding zulaufen und schlimmsten Fall brechen auch noch Federn ab.

Es ist wie beim Autofahren: ABSTAND HALTEN!

4. Schritt: Das Einklicken des Laminats

Beim Verlegen von Klick-Laminat hat man den großen Vorteil, dass die Paneele mit einer Spezialverriegelung einrasten. Mit einem Hammer und einem Schlagklotz verriegelt man das betreffende Paneel in der passenden Position (Snap-System). Wichtig ist, dass die Paneele erst längs und dann quer eingeschlagen werden. Es sollten keine Fugen entstehen, denn diese würden sich beim Verlegen immer weiter fortsetzten. Das ergäbe ein sehr unschönes Bild. Die Endstücke kann man mit einem Zugeisen jeweils fest nachziehen.

5. Schritt: Die letzte Reihe von der Wand

Bei der letzten Reihe des Laminats, die an die gegenüberliegende Wand grenzt, muss man in der Regel die Paneele längs zuschneiden. Die Breite wird unter Berücksichtigung der Abstandsfuge berechnet. Auch hier kann ein Zugeisen beim Verlegen sehr nützlich sein.

6. Schritt: Problemstelle Heizungsrohre

Für das Verlegen um vorhandene Heizungsrohre, muss das Laminat mit einem Forstnerbohrer zugeschnitten werden. Dafür sollte der Durchmesser des Rohres plus 10 Millimeter einkalkuliert werden. Mit der Stichsäge sägt man ein kleines Stück ab, das die Löcher trennt. Dieses Stück klebt man anschließend mit einem geeigneten Leim am langen Paneel fest. Eine Rosette aus Kunststoff kann das unschöne Loch im Laminat verkleiden.

7. Schritt: Problemstelle Türzarge

Türzargen sollte man vor dem Laminat verlegen mit einer Tauchsäge oder einem Multi-Tool kürzen, und zwar in der Höhe der Paneele inkl. der Dämmschicht. Wenn die Türzarge aus Stahl ist, muss eine Aussparung in das Paneel gesägt werden. Die dadurch entstandene Lücke kann mit Acryl abgedichtet werden.

8. Schritt: Die Sockelleisten

Nach dem Laminat verlegen, werden die Sockelleisten mithilfe einer Gehrungssäge richtig angepasst, denn damit kann man die passenden Winkel zuschneiden. Stattdessen können auch Innen- und Außenecken benutzt werden.

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?